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Industriemetalle

Nach Industriemetallen besteht in den verarbeitenden Industrien sowie den Handwerksbetrieben dieser Welt eine tägliche Nachfrage. Die langfristige Beobachtung des Marktes zeigt eine Kurve, die seit Jahrzehnten stetig nach oben führt. Natürlich sind auf diesem Index auch konjunkturell bedingte Einbrüche zu erkennen.

Da es sich bei Industriemetallen bereits um industriell hergestellte Produkte handelt, wirken sich die Fördermengen und der jeweilige Herstellungsprozess auf die Weltmarktpreise aus. Auch lokale Schwierigkeiten in diesen ersten Schritten (zum Beispiel ein Streik in einem Aluminiumwerk) sind in der Regel weltweit spürbar.

In Zeiten des konjunkturellen Aufschwungs ist eine Investition in Industriemetalle besonders interessant. Insbesondere die riesigen asiatischen Schwellenländer wie China oder Indien sind dann erfahrungsgemäß extrem hungrig nach Ressourcen. Industriemetalle werden dort einerseits als Baumaterial benötigt, darüber hinaus fertigen die dort angesiedelten Industrien daraus Produkte für den Welthandel.

Meistgehandelte
Industriemetalle

Das silbergraue Leichtmetall ist aufgrund seines geringen Gewichtes und seiner Korrosionsbeständigkeit das meistgehandelte Industriemetall weltweit. Vor allem im Fahrzeugbau und in der Luftfahrtindustrie liegt die Nachfrage auf konstant hohem Niveau und wird wohl auch langfristig eher steigen als sinken. Zu den größten Importeuren von Aluminium gehören China und Indien, während der Abbau des dafür notwendigen Rohstoffs Bauxit häufig in Australien stattfindet.

Blei ist ein silbergraues, leicht formbares und damit einfach zu verarbeitendes Schwermetall. Darüber hinaus ist es weitgehend korrosionsbeständig. Bereits im alten Rom nutzte man diese Eigenschaften, beispielsweise für den Bau von Wasserleitungen.

Erst seit einigen Jahrzehnten wird Blei aufgrund seiner toxischen Wirkung nicht mehr für diese Zwecke eingesetzt. Die Nachfrage bleibt dennoch auf konstant hohem Niveau: Aufgrund seiner hohen atomaren Dichte kann Blei Röntgen- und Gammastrahlung wirksam abschirmen. Das meiste Blei wird allerdings für Akkumulatoren benötigt. Darüber hinaus macht man sich in vielen Bereichen von Industrie und Handwerk das hohe Gewicht des Metalls zunutze.  

Kupfer ist ein rötlich glänzendes, relativ weiches und gut formbares Halbedelmetall. Es gehörte zu den ersten Metallen, die sich die Menschheit vor rund 10.000 Jahren nutzbar machte.

Heute findet Kupfer vor allem in der Herstellung von Rohrleistungen, elektrischen Kabeln und weiteren elektrotechnischen Anwendungen Verwendung. Außerdem wird Kupfer bei der Herstellung von Musikinstrumenten und Kochgeschirr verwendet. In der Baubranche ist Kupfer vor allem bei der Restaurierung von Altbauten wichtig, die oftmals mit Kupferblech gedeckt wurden. 

Zink ist ein vergleichsweise häufig vorkommendes Metall. Bereits im Altertum spielte es als Legierungsbestandteil von Messing eine Rolle, wenngleich es erst im 14. Jahrhundert als eigenständiges Metall erkannt wurde. Verwendung findet das silbergraue Metall vor allem als Korrosionsschutz: Stahl- und Eisenelemente werden zumeist durch Feuerverzinken oder die galvanische Verzinkung vor der Bildung von Rost geschützt.

Diese Korrosionsbeständigkeit macht sich auch die Baubranche zunutze, die Zinkbleche gerne zum Eindecken von Gebäuden oder sogar für die Verkleidung von Wänden nutzt. Auch in Batterien verschiedener Bauart ist Zink ein wesentlicher Bestandteil.  

Das graue, sehr weiche Metall hat einen äußerst niedrigen Schmelzpunkt und lässt sich daher recht einfach verarbeiten. Da es darüber hinaus strapazierfähig und leicht ist, nutzte man es in früheren Jahren oftmals zur Herstellung von Zinngerät wie Tuben, Dosen oder Geschirr.

Heute werden etwa 35% der Jahresproduktion für Lote („Lötzinn“) verwendet, 30% für die Produktion von Weißblech und weitere 30% für Pigmente und Chemikalien.  

Das silbrig-weiße Nickel zählt zu den Schwermetallen. Aufgrund seiner spezifischen Eigenschaften und seiner Optik wurde das recht korrosionsbeständige Nickel früher häufig in der Schmuckherstellung verwendet. Mittlerweile ist allerdings die toxische Wirkung von Nickel bekannt, die sich vor allem in Form einer Kontaktallergie bemerkbar macht.

Die Nachfrage nach Nickel liegt zwar auf einem eher niedrigen Niveau, ist aber relativ konstant. Heute wird Nickel vor allem zur Produktion nichtrostender Stähle genutzt, außerdem zur Herstellung diverser Konsumgüter wie Gitarrensaiten, Mikrofonkapseln und Sanitärarmaturen. Auch zur Beschichtung und zur Grüntönung von Glas wird Nickel eingesetzt.  

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